Freitag 03.12.1999: Dieser Arbeitstag scheint für Frauchen nicht zu enden. Nach Feierabend fährt sie nur kurz nach Hause um mit Lucky Gassi zu gehen.
Als ich Frauchen sehe, tapse ich auf sie zu und ich weiss, das sie mich heute mitnimmt. In der Küche erledigt Frauchen die letzten Formalitäten und ich bekomme mein erstes Halsband. Ich finde mich unheimlich schick damit. Frauchen packt die Decke und das Spielzeug, das nach Mama und Geschwistern riecht, ins Auto und wir verabschieden uns. Frauchen setzt sich auf den Fahrersitz und ich durfte mit Exherrchen (das ist ne andere Geschichte, die ich glaube ich nicht erzählen werde, weil es mir nicht zusteht...) auf der Rückbank sitzen. Da Frauchen wusste, das es mir bei meiner ersten Autofahrt schecht werden könnte, hatte sie auf die Rückbank eine Decke gelegt und auch noch mehrere Rollen Küchenpapier mitgenommen.
Ich fand autofahren vom erstem Moment an toll. Ich schaute aus dem Fenster und lege mich dann aber doch hin und schlief ein. Eine vollkommen unkomplizierte erste Autofahrt und schlecht geworden ist mir auch nicht. Zu Hause angekommen, war ich unangefochtene "Königin" in meinem neuen Reich. Lucky hatte sofort Respekt vor mir. Überall wo ich hinging, verschwand er sofort...
Die erste Nacht war genau so unkompliziert wie die Autofahrt. Frauchen hatte eine Transportbox neben ihr Bett gestellt und meine Decke dort hinein gelegt. Unter diese Decke hatte sie eine Wärmflasche gelegt. Sie hatte gelesen das das einem Welpen helfen würde und er sich dadurch nicht so einsam fühlen würde. Als Frauchen mich dann in diese Box steckte fand ich das zuerst nicht so toll. Sie meinte aber, das das zu meiner Sicherheit passieren würde. So könnte ich Nachts keinen Unfug machen und sie würde merken, wenn ich nachts mal raus müsste.
Sie legte ihre Skihose (die sie extra gekauft hatte, es war ja Winter und sie hatte sich gerade erst von ihrer Nierenbeckenentzündung erholt) auf die Box, ihre Schuhe und meine Leine daneben. Wir legten uns alle schlafen und nun vermisste ich doch meine Mama und meine Geschwister. Ich fing an zu wimmern und Frauchen sprach leise mit mir und steckte ihren Finger in die Box. Da ging es mir direkt besser und ich schlief ein. Selig schlummerte ich bis zum Morgen. Da ich nun aber dirgend mal musste, zog Frauchen sich schnell an und nahm mich auf den Arm. An der Tür zog sie noch ihre Jacke an und trug mich ganz schell zur Wiese. Brav erledigte ich mein Geschäft und Frauchen lobte mich ganz doll. Übrigens mußte ich nachts nie raus...
An schlafen war an dem Morgen nicht mehr zu denken. Ich ging Sprichwörtlich über Tische und Bänke. Frauchen beschloß mit mir zur Welpenstunde zu fahren. Eigentlich wollte sie erst am nächsten Samstag mit mir dorthin fahren...