Diagnose der tierärztlichen Hochschule Hannover

Am Montag (20.09.2004) hatte ich den Termin zur neurologischen Untersuchung, am Dienstag den Termin zur Kernspintomografie (unter Vollnarkose) und je nach dem, was auf den Röntgenbildern zu sehen sein würde, würde ich im Anschluß an die Kernspintomografie operiert werden...

Nachdem Frauchen die beiden Termine vereinbart hatte, bemühte sie wieder das Internet, um eine Übernachtungsmöglichkeit zu buchen. Was auch ziemlich schnell geschehen war. So fuhren Herrchen, Frauchen und ich am Montagmorgen gegen 9.00 Uhr Richtung Hannover. Ohne großartige Zwischenfälle (Herrchen begleitete uns ja) kamen wir pünktlich in der tierärztlichen Hochschule an. Um uns nicht auf dem großen Gelände zu verlaufen, fragte Herrchen beim Pförtner nach dem Weg zur "Klinik für kleine Haustiere".

Nachdem Frauchen ein Formular ausgefüllt hatte, dauerte es nicht lange bis wir in ein Sprechzimmer gerufen wurden. Frauchen hatte sich gut vorbereitet (sie hatte in Ruhe alles aufgeschrieben) und erzählte einer netten Tierärztin meine bisherige "Leidensgeschichte". Ich war sehr ungeduldig und unruhig. Herrchen hatte alle Mühe, mich davon abzuhalten herumzuhüpfen - ich musste doch zeigen, das es eigentlich keinen Anlaß gab, das wir hier waren ;-). Mir ging es blendend und Rückenschmerzen hatte ich seit ca. 2 Wochen nicht mehr gehabt ...

Nachdem die Tierärztin alles notiert hatte, folgte eine "normale" Untersuchung, bei der sie mir ein Thermometer in mein Hinterteil steckte und es "Fieber messen" nannte. Das war bis jetzt das unangenehmste, was Rückenschmerzen mit sich brachten... Eine andere Ärztin kam hinzu und führte die neurologische Untersuchung durch. Dabei wurde untersucht, ob meine Nerven schon in Mitleidenschaft gezogen wurden. Zuerst schaute sich die Ärztin an, wie ich lief. Danach wurden meine Reflexe getestet. Die Ärztin klopfte z.B. leicht mit einem Hämmerchen gegen mein Knie, welches sich dann "von alleine" bewegte. Bei diesen Reflexuntersuchungen war alles in Ordnung. Herrchen und Frauchen waren schon mal sehr erleichtert...

Mir wurde etwas Blut abgenommen und da ich ja am nächsten Tag eine Vollnarkose bekommen sollte, wurde noch mein Brustkorb geröngt, was ohne Narkose möglich war. Sehr angenehm und beruhigend war für mich, das Frauchen bei dem Röntgen bei mir bleiben konnte. Nach über einer Stunde Gespräch und Untersuchung, fuhren wir zu unserem Hotelzimmer.

Am Dienstagmorgen waren wir um kurz vor 8.00 Uhr wieder in der Klinik. Kurze Zeit später wurden wir in ein Sprechzimmer gerufen und ein Arzt legte mir ein Halband um. Er sagte zu Herrchen und Frauchen, das wenn sie die Kernspintomografie gemacht hätten, sie anrufen würden, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Frauchen sagte mir, ich solle artig sein und nicht weinen, dabei hatte sie selber Tränen in den Augen stehen ... Der Arzt öffnete die Tür und ohne auf Herrchen und Frauchen zu achten stürmte ich hinaus...

Was Herrchen und Frauchen in der Zeit zwischen 8.30 Uhr und 13.45 Uhr gemacht haben, wissen sie glaube ich, selber nicht mehr so genau. Ich denke, das sie Kaffee getrunken und nur darauf gewartet haben das das Handy endlich klingelt. Gegen 13.45 Uhr klingelte das Handy und die Ärztin sagte, das sie nun ein Ergebnis hätten. Herrchen und Frauchen waren nicht weit von der Klinik entfrent, innerhalb von 5 Minuten waren sie da, um zu hören, was die Ärzte heraus gefunden hatten.

Frauchen war so aufgeregt und ängstlich, das sie ihre zitternden Beine kaum unter Kontrolle hatte und kreidebleich war. Herrchen hingegen war sehr gefasst (nach außen hin...). Die Ärztin führte die beiden zu den Röntgenbildern. Zuerst erklärte sie was bzw. welche Perspektive die Bilder zeigten. Auf den Bildern einer Kernspintomografie sind z.B. Bandscheiben hellweiß, Knochen hingegen schwarz sichtbar. Eine meiner Bandscheiben im Lendenwirbelbereich (L7 / S1), war bzw. ist gräulich zu erkennen. Diese Bandscheibe ist nicht mehr so intakt, wie es alle übrigen sind. Sie hat an "Pufferkraft" verloren und ist leicht nach außen (über den Wirbelkörper) gewölbt, bereitet mir aber (wenn sie so bleibt) keine Problme.

Die Ärztin sagte, das sich eine Operation jetzt absolut nicht "lohnen" würde und ich nach der OP wahrscheinlich mehr Probleme hätte als jetzt, da ich ja beschwerdenfrei bin. Sie sagte aber ganz klar, das ich kein Agility mehr machen dürfte, da die Belastung für mich zu hoch sei. Frauchen war so froh, das es doch so "relativ harmlos" ist, das sie vor Erleichterung weinte...

Alle waren sehr nett und hatten sehr viel Zeit für uns. Jede Frage wurde so oft beantwortet, bis auch Frauchen in ihrer Nervosität, es verstanden hatte... Sollte irgendwann eine Operation nötig sein, werden wir wieder zur tieräztlichen Hochschule nach Hannover fahren !!!

 

 

 

 

 

 

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