Meine 3. Ausstellung war im Oktober 2002 in Castrop-Rauxel. In der Offenen Kasse waren (außer mir) 4 oder 5 Hündinnen gemeldet und ich war dieses mal nicht die einzigste blue merle Hündin.
Der Ablauf ist auf jeder Ausstellung gleich. Erst laufen alle zusammen, dann einzeln. Jeder Hund wird abgetastet (wobei der Richter dann natürlich auch bemerkt ob der Hund ängstlich oder agressiv ist) und die Zähne werden kontrolliert. Nachdem das wieder so war, stellten uns in einer Reihe auf und ich präsentierte mich (besser noch als beim letzten Mal...)
Wir standen ziemlich lange und der Richter tastete uns mehrmals ab und kontrollierte nochmals unsere Zähne. In einiger Entfernung hockte er sich hin und schaute prüfend jeden Hund an. Er ging an jedem Hund vorbei und schaute sich nochmals jeden Hund (von beiden Seiten) im Profil an. Er schaute sogar von oben auf uns drauf... Nur unten drunter schaute er nicht ;-)
Ich stand wie ein schmelzender Eisblock (ich sabberte klaglos vor mich hin und fragte mich, wann endlich das Leckerchen kommt?!), ich vergaß wie immer, alles andere um mich herum und himmelte Frauchen an. Die ganze Zeit über sagte sie mir wie toll ich das doch machen würde. Ich bewegte mich nicht. Zum Zeichen, das ich sie verstehe, hab ich langsam und sachte gewedelt... Wenn ich einen Job mache, dann richtig...
Es war, wie man ja auch sicher aus meiner Erzählung erkennen kann, keine leichte Entscheidung für den Richter (das sagte er uns auch später). Weiterhin sagte er, das ja nur einer den ersten Platz erringen könnte. Ich bekam an diesem Tag die Bewertung Vorzüglich 1 B (Richterbericht lesen?) und den Titel "Sieger Ruhrgebiet".
Der Richter hatte mit diesem 1B sozusagen den 1. Platz doch 2x vergeben, damit verbunden bekam ich meine 1. Anwartschaft CACIB des KDH. Frauchen freute sich wahnsinnig und wir hüpften zusammen aus dem Ring. Immer wieder sagte sie mir wie toll ich das doch gemacht hätte und das sie sehr stolz auf mich wäre. Endlich gab es für mich die verdienten Leckerchen und für Frauchen den Richterbericht und einen großen Pokal. Dieser Pokal dient mir seit jenem Tag als Futternapf...