An diesem Sonntagmorgen quälten sich zwei "Gestalten" um 5.00 Uhr aus dem Bett. Obwohl uns Herrchen zu diesem Turnier begleitete, fuhren wir gegen 6.00 Uhr zu unserer Trainerin, um ihr und ihrem Mann wieder einmal zu folgen. Als wir um ca. 7.00 Uhr auf dem Hundeplatz eintrafen, waren Smokey und sein Herrchen bereits seit 6.30 Uhr vor Ort. (Für diese "Leistung" bekamen sie bei der Siegerehrung den Preis "Frühaufsteher"...)
Da es an diesem Morgen wirklich schon sehr kalt war, wurde zuerst beratschlagt, ob überhaupt ein Zelt aufgebaut werden sollte. Nach kurzer Diskussion war man sich jedoch einig, das Zelt für Smokey (Medley war mit Frauchen zu Hause geblieben, hatte die es gut...) und mich aufzubauen, damit wir nicht die ganze Zeit im Auto sitzen mußten, denn wärmer wärs da auch nicht gewesen. Im Zelt hingegen waren wir auch nicht so oft, denn Hunde durften mit ins Vereinsheim. Da wars schnucklig warm.
Bis wir zum Start gerufen wurden, dauerte es nicht lange. Frauchen setzte mich vor der ersten Hürde ab und wartete auf das Startzeichen des Richters. Ich zog meinen Kopf aus dem Halsband und Frauchen stellte sich zwischen Hürde eins und zwei in Position. Mein Startzeichen ließ nicht lange auf sich warten.
Nachdem ich die ersten drei Hürden in einem affentempo hinter mich gebracht hatte, Hürde vier gesprungen war und auf den Weitsprung zusteuerte, war Frauchen ziemlich weit hinter mir. Sie wollte links am Weitsprung vorbei laufen, damit ich besser die Kurve nach rechts bekommen sollte, um gerade auf die Mauer zuzulaufen.
Ich hingegen steuerte die Hürde an, welche links hinter der Mauer vertseckt stand und zum letzten 4tel des Parcours gehörte. Frauchen blieb wie angewurzelt stehen und brüllte "Niiikita!!!". Ja ich hörte sie, ich schaute mich sogar kurz um und ... ich sprang über diese Hürde mit der Nummer 15! Ich war kaum gelandet, als auch schon der Pfiff des Richters zu hören war. Ich lief zu Frauchen und wuselte wild in der Gegend herum. Erst als Frauchen mich mit einem Blick fixierte der einem das Blut in den Adern gefrieren läßt, kam ich ein wenig zur Besinnung.
Wir liefen den Parcours zu Ende und ich lief auch den Weg, den sie mir zeigte. Die Kontaktzone an der Wand übersprang ich, trotz ihres donnernden "eeeehhhhhyyyy ... Tack". Ich spürte ihre Blicke in meinem Nacken und ich fand es am Diel dann doch besser mich hinzulegen. Frauchen strich kurz über meinen Kopf und ich durfte weiterlaufen. Es folgten noch der Tunnel und ein Sprung ...
Langsam weiß ich, wie sich so eine Pfeife anhört. An diesem Tag hörten wir sie wieder drei Mal. Frauchen sagt, weil ich in den letzten beiden Turnieren so "durchgeknallt" bin, wird erstmal nicht mehr gestartet.
Veräppeln kann sie mich aber nicht! Ob sie denkt ich wüßte nicht, das Winterpause ist?! Naja, die nächste Saison kommt bestimmt und bis dahin wird fleissig trainiert, damit es nicht wieder "wegen überhöhter Geschwindigkeit zum Lenkungsausfall" und somit zur Dis. kommt... ;-)