Mein 2. A1 Start beim V.E.A. Borken im September 2003

Der Wecker klingelte an diesem morgen bereits um 4.45 Uhr. Da Frauchen aber bis tief in die Nacht an meiner Seite gearbeitet hatte, drückte sie mehrmals auf die Pause-Taste des Weckers. Als sie um 5.44 Uhr auf den Wecker schaute, war sie schlagartig wach. Wir sollten um 6.15 Uhr bei unserer Trainerin sein ... gute 15 Minuten Fahrt. Frauchen schmiß sich ne handvoll Wasser ins Gesicht und das Nötigste in den Proviantkorb und wir düsten los. Pünktlich um 6.15 Uhr waren wir bei unserer Trainerin.

Diesmal bekamen wir keine Einladung zur unfreiwilligen Stadtrundfahrt, vom Mann unserer Trainerin, und so kamen sehr früh auf dem Hundeplatz in Borken an. Es regnete leicht und kurze Zeit später trafen noch andere Vereinskollegen ein. Alle bauten wieder ihr Zelte auf und von da an hieß es wie immer warten...

Der Jumping hatte es in sich und wir kamen nur bis zur 3. oder 4. Hürde, bevor Frauchen so blöde stand, das ich ne falsche Hürde nahm. Als ich bemerkte das das der falsche Weg war, drehte ich völlig durch und nahm jedes Hindernis welches mir vor die Nase kam... Da wir nach einer Dis. den Parcours hätten zu Ende laufen dürften, versuchte Frauchen zu retten was zu retten war und zeigte mir den richtigen Weg. Ich achtete überhaupt nicht mehr auf sie, was dann ein donnerndes "Tack" zu folge hatte. Frauchen gab dem Richter ein Zeichen das bedeutete, das wir den Parcours verlassen wollten und ich bekam das Kommano "Fuß". Ich wuselte wild um sie herum, jederzeit bereit ein Hindernis zu nehmen. Frauchen änderte ihr Kommando "Fuß" in "hierbleiben ... nein!" und wir verließen im Stechschritt den Parcours ...

Nachdem sich Frauchens Hektik, die ja mit dem Schock am Morgen gbegonnen hatte, ein wenig gelegt hatte, wurde ich auch etwas ruhiger.

Kurz bevor unsere Startnummer aufgerufen wurde, liefen wir wieder ein paar Schritte "Hand und Fuß". Frauchen setzte mich vor der ersten Hürde ab und ging bis hinter die Tunnelöffnung vor. Das waren zwei Schritte zu weit... Ich schmiß direkt die erste Stange ab und weiter gings über die  zweite Hürde. Frauchen blieb wie angwurzelt stehen und drehte sich bald auf der Stelle. Ich verstand, das ich rechts abbiegen musste. Sie rief mich zu sich, damit ich gerade auf den Diel laufen konnte. Sogleich folgte ein donnerndes "eeeehhhhhyyyy ... Tack". Ich hab nur angedeutet, mich hinzulegen, der Tunnel zog mich magisch an und Frauchen hechtete hinter mir her.

Als ich aus dem Tunnel heraus kam, sah ich eine wunderbare Rennstrecke, bestehend aus dem Weitsprung und zwei Hürden. Frauchen brauchte nichts sagen. Ich flog über den Weitsprung und die folgende Hürde, als ich mich fragte, wo Frauchen blieb?! Tempo wollte sie wohl rausnehmen, indem sie zurück blieb?! Ich wuselte wild in der Gegend herum, weil ich nicht genau wusste, wo es weiter ging.

Die folgenden beiden Hürden standen ganz eng, so zu sagen im Halbkreis, um den Diel. Durch mein Gewusel hatte ich nicht genug Kraft in den Hinterbeinen sodaß beim folgenden Sprung wieder eine Stange fiel. Nun ging es zur A-Wand und wieder hörte ich "eeeehhhhhyyyy ... Tack". Ich kümmerte mich nicht darum, denn diesmal lockte der Slalom. Ich fädelte mich perfekt ein und arbeitete den Slalom schnell und sauber. Weiter gings über zwei Hürden, die im 90 Grad-Winkel standen. Anschließend sprang ich durch den Reifen und verschwand im Sacktunnel. Die nächste Hürde brauchte ich nicht zu springen, da die Stange ja gefallen war. Nun noch in den gebogenen Tunnel und zwei Hürden.

Wieder hatten wir es geschafft, ohne uns zu disqualifizieren, ins Ziel zu kommen. Frauchen freute sich ungemein, obwohl zwei Stangen gefallen waren. Beim folgenden Spiel klappte hingegen nichts und wir hörten die Pfeife des Richters ...

 

  

 

 

 

 

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