Frauchens Nervosität hielt sich am Morgen des 09.06.2003 in Grenzen. Sie führt es darauf zurück, das wir in der Vergangenheit mehrere Ausstellungen besucht haben. In aller Ruhe packte sie Kaffe und meine Leckerchen in den Korb. Zog sich an und kämmte mich noch. Herrchen hingegen wuselte nur rum. Manchmal habe ich den Eindruck, das er nervöser ist als Frauchen. Wir packten meine Klappbox und zwei Stühle ins Auto und fuhren los.
In Gevelsberg angekommen, schleppten sie die Sachen zum Platz und wir gesellten uns zu meinen Freunden Metty und Smokey. Da meistens mit der A0 begonnen wird, dauerte es auch nicht lange, bis der Parcours aufgebaut wurde und Frauchen sich so langsam "startklar" machte. Kurz bevor unsere Startnummer aufgerufen wurde, fing Frauchen wieder an, "Fuß" und "Hand" mit mir zu laufen. Alle paar Meter "Tack", das kannte ich ja schon und blieb "ganz locker".
Frauchen setzte mich vor die erste Hürde und richtete mich aus. Sie wartete bis der Richter den Parcours freigegeben hatte, zog mir das Halsband aus und ging dann bis hinter die dritte Hürde. Ich musste mich arg zusammenreißen, um nicht hinter ihr herzulaufen. Millisekunden, bevor sie mir das Zeichen zum Start gab, startete ich.
Sie blieb wie angewurzelt stehen und ich sprang die drei Hürden. Ich stürmte die Wand hinauf und Frauchen verpasste den richtigen Monment für ihr "eeeehhhhhyyyy ... Tack", so sprang ich über die Kontaktzone und verschwand im gebeogenen Tunnel.
Nachdem ich die folgenden beiden Hürden überwunden hatte, stürmte ich auf den Diel. Da schaffte sie es (auch ein wenig spät) mir "eeeehhhhhyyyy ... Tack" zuzurufen und ich legte mich. Es ging weiter zum Tisch, ich sprang auf und Frauchen wollte schon mal auf ihre Position gehen. Da sie mir aber nicht eindeutig sagte, das ich dort warten sollte, sprang ich ab. Mist, ich musste wieder auf den Tisch, der Richter fing von neuem an zu zählen und Frauchen blieb vorsichtshalber bei mir.
Nachdem der Richter heruntergezählt hatte, verschwand ich im gestreckten Tunnel und sprang über den Weitsprung. Die nächsten zwei Hürden standen im Halbkreis, eine Stange fiel und wieder musste ich in den Tunnel. Vor uns lagen noch zwei Sprünge und ich hörte nur noch wie Frauchen rief. "Lauf, lauf alleine". Wieder hatten wir es geschafft ohne Disqualifikation ins Ziel zu kommen.
Zufrieden mit mir und der Welt gingen wir zum Zelt zurück und ich bekam Leckerchen. Obwohl wir 3 Fehler gemacht hatten, waren alle zufrieden mit unserer Leistung. Montags gingen wir wieder in den Freßnapf (um wieder Frauchens Versprechen einzulösen). Diesmal suchte ich mir ein "Statusobjekt" aus. Einen gebleichten Knochen. Fressen kann man den zwar nicht, aber man kann ihn wunderbar herumschleppen...